3. Generalversammlung 2008
Die kleine Graue wird immer beliebter
Der Rassenclub Grauvieh Schweiz hielt seine diesjährige GV im Zentrum «Kunst und Kulturen auf dem Land» (KKL) im luzernischen Uffikon ab.
Helen Hurschler
Vom Bündnerland, der Zentralschweiz über die Kantone des Mittellandes und den Solothurner Jurahöhen kamen die Mitglieder des Rassen-Grauviehzüchterclubs angereist. Im Versammlungslokal hatte die Aussenstehende das Gefühl, in eine grosse Familienzusammenkunft geraten zu sein. Nach der kurzen Begrüssung durch den Präsidenten Jost Niederberger, (Stierva GR) wurden die statuarische Geschäfte zügig abgewickelt. Die Jahresrechnung schliesst mit einem kleinen Defizit, was aber durchaus „verschmerzt“ werden könne. Daher wurde der Jahresbeitrag auf dem heutigen Stand belassen. Beat Steudler tritt aus dem Vorstand zurück. Duri Huonder aus Segnas (GR), bereits als neues Vorstandsmitglied gewählt, war durch wichtige Gemeindeangelegenheit leider an der GV-Teilnahme verhindert.
Als Schwerpunkt im neuen Geschäftsjahr wird die Beef- Ausstellung vom 16./17. August 2008 in Will (SG) sein. Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr sind die Züchter bemüht, in diesem Jahr mit einem grösseren Auftritt ihre „kleinen Grauen“ mit Informationen (Stellwände usw.) noch besser bekannt zu machen.
Was ist vorhanden?
Viel zu reden gab das Traktandum Zuchtstiere. Wünschenswert wäre eine bessere Orientierung, was wo vorhanden ist in der Schweiz. Die Nachfrage an guten Stieren sei durchaus vorhanden. Als Ziel werde eine grössere Blutvielfalt
angestrebt werden. Erfahrungen mit Einkreuzungen einer anderen Rasse zwecks Fleischproduktion wurden ausgetauscht.
Unter Verschiedenem wurde der Wunsch nach einem informativeren Internetauftritt geäussert.
Im Anschluss an den geschäftlichen Teil orientierte Toni Aufdermauer, Leiter Herdebuch der Schweizer Vereinigung der Ammen- und Mutterkuhhaltung {Brugg) über eine Zusammenkunft mit Vertretern der drei Organisationen, die sich mit dem Grauvieh befassen und dem Bundesamt für Landwirtschaft.
ProSpecie Rara, der es ein besonderes Anliegen ist, dass das Grauvieh in der Schweiz erhalten bleibt, hatte die Anfrage nach einem Zusammenschluss mit der Genossenschaft der Grauviehzüchter und dem Rassenclub Grauvieh angeregt. Über weitere Schritte werden die Züchter durch ihre Geschäftsstellen orientiert.
Zum Abschluss der Tagung besichtigten die Teilnehmer während einer Stunde unter kundiger Führung das KKL Uffikon.
Die Grauviehkuh in der Schweiz ist eine kleinrahmige Fleischrinderkuh, die sich durch ihre Leichtfuttrigkeit und hervorragende Rauhfutterverwertung vorzüglich für die Nutzung von Grünland eignet. Sie ist problemlos in der Haltung und dient vor allem zur Produktion von schlachtreifen Absetzern (Natura Beef), aber auch zur Remontenproduktion für die Grossviehmast (Swiss Prim Beef). Um den in der Schweiz sehr unterschiedlichen klimatischen und topografischen Bedingungen gerecht zu werden, muss der Grauvieh-Zuchtzielkuh ein angepasstes Spektrum bei der Widerristhöhe und dem Körpergewicht gegeben werden.
Bilder von der Generalversammlung 2008 in Uffikon LU
Bilder Helen Hurschler

Der Präsident des Rassenclubs Grauvieh Schweiz, Jost Niederberger, begrüsst im KKL Uffikon alle Mitglieder zur Generalversammlung 2008.

V.l.: Josef Roos, Menznau, und Rechnungsrevisor Simon Raguth Tscharner-Patt mit dem wunderschönen Emblem auf dem Rücken des Gilets.

Toni Aufdermauer, Herdebuchleiter der Vereinigung Schweizerischen Vereinigung der Ammen- und Mutterkuhhalter (SVAMH) in Brugg, informiert über eine Zusammenkunft mit Vertretern der drei Organisationen, die sich mit dem Grauvieh befassen und dem Bundesamt für Landwirtschaft.

Von links nach rechts: Jakob Odermatt, Aktuar; Toni Aufdermauer und Jost Niederberger, Präsident, freuen sich über den guten Verlauf der Generalversammlung.

