Das Grauvieh
Samstag, 19. Mai 2012
Zuchtziele
Die Zuchtziele wurden an der Generalversammlung vom Samstag, 22. März 2005, genehmigt. Hier PDF herunterladen.
Rassengeschichte
Bereits die römischen Schriftsteller Strabo und Plinius berichteten von der Leistung der Alpenkühe. Noch vor 100 Jahren erstreckte sich das Zuchtgebiet des Grauviehs über weite Teile der Ostalpen, wurde dann aber zurückgedrängt.
In der Schweiz ging das Grauvieh um 1920 in die Braunviehpopulation über. Aus dem benachbarten Tirol wurden anfangs der 80-er Jahre Grauvieh in die Schweiz geholt. In den letzten Jahren erlebte das Grauvieh einen Boom in der Mutterkuhhaltung.
Grauvieh - Vergangenheit mit Zukunft
Die Grauvieh Kuh in der Schweiz ist eine kleinrahmige Fleischrinderkuh, die sich durch ihre Leichtfuttrigkeit und hervorragende Rauhfutterverwertung vorzüglich für die Nutzung von Grünland eignet. Sie ist problemlos in der Haltung und dient vor allem zur Produktion von schlachtreifen Absetzern (Natura Beef) aber auch zur Remontenproduktion für die Grossviehmast (Swiss Prim Beef). Hervorzuheben sind die gute Schlachtkörperqualität mit hoher Fleischausbeute sowie die Schmackhaftigkeit des Fleisches, bedingt durch Feinfaserigkeit und exzellente Marmorierung.
Die Grauvieh-Kuh ist lang und harmonisch. Sie ist frühreif, fruchtbar und langlebig. Das Euter, welches eine hohe Milchleistung und eine hervorragende Eutergesundheit verspricht, ist kälberfreundlich und gut aufgehängt.
Die Kuh soll gut bemuskelt sein. Sie zeigt eine gut ausgebildete Lende und eine leicht konvexe, lange Stotzenbemuskelung.
Das Fundament ist korrekt und eher fein mit gesunden, harten Klauen. Die Grauvieh-Kuh ist leichtkalbig und hat einen ausgeprägten Mutterinstinkt. Um den in der Schweiz sehr unterschiedlichen klimatischen und topografischen Bedingungen gerecht zu werden, muss der Grauvieh-Zuchtzielkuh ein angepasstes Spektrum bei der Widerristhöhe und dem Körpergewicht gegeben werden.

